Aus der Waldtanner Kirchengeschichte

Mit dem Namen "Tanne" wird Waldtann urkundlich zum ersten Mal im Jahre 1383 erwähnt. Der Ort  zählte zur Herrschaft des Hauses Hohenlohe. Ab 1399 ging die Herrschaft auf die Hohenzollern über, die im Markgrafenschloss Ansbach residierten. Die Burgherren von Kressberg waren zu der Zeit bereits ausgestorben. Im Jahre 1385 wurde die Kirche in Waldtann zum ersten Mal erwähnt und zwar als Filiale von Marktlustenau. Im Jahre 1457 wurde die Pfarrei Waldtann selbständig. In den Jahren 1522 bis 1525 wurde die Reformation, entsprechend der Haltung der Ansbacher Markgrafen, eingeführt. Erster evangelischer Pfarrer wurde Wolfgang Müller (1528). Während des 30-jährigen Krieges kamen große Nöte über die ganze Gegend. 1634, nach der Schlacht bei Nördlingen, wurde Waldtann geplündert und angezündet. Nur die Kirche überstand den Brand, nach der später beim Wiederaufbau das Ortsbild ausgerichtet wurde. In der napoleonischen Zeit kam Waldtann zunächst zu Bayern, schließlich zum Königtum Württemberg.

Die Entwicklung der Gemeinde vollzog sich in den weiteren Jahrhunderten langsam aber stetig. Während des 2. Weltkrieges wurde Waldtann bei der sog. "Schlacht um Crailsheim" - April 1945 - in Mitleidenschaft gezogen. 4 Gebäude wurden zum Teil ernstlich durch Artilleriebeschuss beschädigt, darunter die Kirche und das Pfarrhaus.

Seit dieser Zeit ist die Kirchengemeinde stetig gewachsen. Sie umfasst heute die Orte und Weiler Waldtann, Bergbronn, Ruppersbach, Vehlenberg, Mistlau, Rötsweiler, Stegenhof und Asbach. Die Kirchengemeinde hat zur Zeit 970 evangelische Gemeindeglieder.

Im Zuge des Pfarrplanes 2 wurde im Distrikt Kressberg eine 100% Pfarrstelle gestrichen. Somit hat Waldtann zusammen mit Marktlustenau nur noch einen 100% Dienstauftrag. Die beiden Kirchengemeinden sind seit 1. April 2007 einem gemeinsamen Pfarrer zugeordnet, bleiben aber selbständig.